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CREMA WORKING PAPERS
Paper 2009-24
Fiskalpolitik als antizyklisches Instrument?
Eine Betrachtung der Schweiz
Christoph A. Schaltegger, Martin Weder
Abstract:
Dieses Papier untersucht die Stabilisierungswirkung der Schweizer Fiskalpolitik. Erstens zeigt
sich, dass in etwa 60% der Fälle die verfolgte Fiskalpolitik des Bundes antizyklisch wirkte. In
Rezessionen wirkte die Fiskalpolitik des Bundes immer antizyklisch. Im Falle der Kantone
wurden knapp 55% der Rezessionen mit einer antizyklischen Fiskalpolitik begleitet. Wie
beim Bund geht auch bei den Kantonen der Trend in Richtung stärkerer Stabilisierung. Zweitens
wurden die beiden Instrumente der aktiven Konjunkturpolitik, automatische Stabilisatoren
und diskretionäre Fiskalpolitik, miteinander verglichen. Über die letzten 50 Jahre sind die
automatischen Stabilisatoren insbesondere auf der Bundesebene stark ausgebaut worden. Der
Umfang des Impulses der automatischen Stabilisatoren ist dabei etwa doppelt so gross wie
jener der diskretionären Fiskalpolitik. Drittens wurden die makroökonomischen Effekte der
antizyklischen Fiskalpolitik der Schweiz untersucht. Die automatischen Stabilisatoren zeigten
sich insbesondere auf Kantonsebene als effektive Konjunkturstütze, während die Effekte der
diskretionären Fiskalpolitik auf den Konjunkturverlauf schwächer ausfielen.
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